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Künstlerischer Werdegang 1979 begann ich an der Hochschule für Gestaltung in Hildesheim ein Grafik-Design Studium. Studienfächer waren u.a. Farbgestaltung, räumliches Zeichnen, Akt- und Kopfzeichnen, Bildkomposition, Kunstgeschichte und auch Wahrnehmungpsychologie . Von dem Gedanken, Werbegrafiker zu werden, entfernte ich mich mehr und mehr. Durch das Gelernte fasste ich den Mut, mich an die Freie Kunst zu wagen. Ich ging 1982 nach Oldenburg zurück, um Freischaffender Künstler zu werden. Dies bedeutete für mich jeden Tag mindestens acht Stunden vor meinen Bildern zu sitzen, ob ich nun malte oder auch nur schaute. So kam ich in ein selbstständiges Schaffen, Geld verdiente ich mir mit verschiedenen Jobs. Von einer Technik mit Aquarell und Buntstift wechselte ich bald zu Öl-Harzfarbe mit wässriger Acryluntermalung, die ich auch heute noch anwende. Diese Technik ermöglichte mir eine größere Intensität und auch Gestaltungsfreiheit. Ich malte Menschen, die wie aus einem Material geschnitzt aussahen, in diesem Material sah ich den Stoff der Schöpfung ( siehe Bilder, Das Brüten im Innern). Gleichzeitig begann ich mit Experimenten mit Tonpapier, die ich mit einer Super8-Kamera im Einzelbild-Verfahren aufnahm. Dabei ging es nicht um Bewegung sondern um Farbänderungen. Hierzu war ich durch die Experimente Goethes zum Nachbild-Effekt in der Farbenlehre angeregt worden. Was würde passieren, wenn ich dem Drang des Auges nach Totalität entgegenkommen würde? Ich machte kleine Kompositionen, die ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Komplementen beinhalteten. Später benutzte ich beidseitig bemalte 20x20 cm große mit Papier kaschierte Sperrholzplatten als Vorlagen. Ende der Achtziger Jahre entwickelte ich dann die acht Module des Lebendigen Grau, sie wurden im Siebdruckverfahren hergestellt und zusammen mit meinen Bildern im Oktober 1990 in der Seefelder Mühle in einer Einzelausstellung präsentiert. Die Besucher setzten aus den Elementen ein 250x250cm großes Klebebild zusammen, das in das Mühlengebälk gehängt wurde. 1993 bezog ich ein Atelier bei der Produzentengalerie Karg. Hier herrschte reger Austausch und es entstanden viele Bilder. 1995 nähte ich dort eine Stoffkuppel, die ich von innen bemalte (siehe Bilder, Der Weg zum Ort, an dem Zeit still steht wie der Mond). Im Schaufenster von Karg klebte ich aus den Elementen des Lebendigen Grau ein großes Bild. Im November 1995 wurde unsere Tochter Emely geboren, ich wurde Vater
und Hausmann. In den Nächten beschäftigte ich mich mit den Möglichkeiten
der digitalen Welt: Rendering (Povray), Programmierung (Lingo, Actionscript)
und Datenbankprogrammierung. |
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